Blockheizkraftwerke richtig rechnen

BHKW

Blockheizkraftwerke können sinnvoll sein, sie müssen aber sehr genau berechnet werden.

Blockheizkraftwerke (BHKW) können für einen Champignonbetrieb, der ganzjährig eine gleichbleibende Menge an Wärme und Energie braucht, interessant sein. Technikberater Björn Wenzel, Landwirtschaftskammer Rheinland, warnte vor den Mitgliedern der Landesfachgruppe Kulturpilzanbau in Geldern aber davor, vor der Anschaffung ausschließlich auf die Berechnungen der einschlägigen Firmen zu vertrauen. Häufig seien deren Zahlen doch recht hoch gegriffen, das bestätigen auch aktuelle Erfahrungen aus der Praxis. Wenzel machte in Geldern deutlich, dass es bei der zu erwartenden Förderung außerdem darauf ankommt, für welchen Energieträger man sich entscheidet. Wer nach dem EEG (Gesetz zur Förderung Erneuerbarer Energien) arbeiten will, kann nur nachwachsende Rohstoffe im BHKW verbrennen. Dabei sind die bislang so populären Pflanzenöle ausgeschlossen, wenn sie nicht zertifiziert sind. Wer nach dem Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz (KWKG) arbeiten will, hat beim Energieträger freie Auswahl. Bei dieser Variante wird nach Leistungsklasse und selbst genutztem Strom vergütet, wobei auch die vermiedene Netznutzung mit ins Spiel kommt. Wichtig, das wurde auch anhand der Zahlen deutlich, die Wenzel bei vielen Praktikern zusammengetragen hat, ist immer die Einzelbetrachtung des Betriebes. Ohne einen qualifizierten Spezialberater, das war diesen Ausführungen allen Zuhörern klar, sollte man sich kein BHKW zulegen.

Text und Bild: Christiane James

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