China: 60 Arten und 22,6 Mio. Tonnen

Ulrich Groos berichtete über eine spannende Reise ins Land der Mitte

Ulrich Groos berichtete über eine spannende Reise ins Land der Mitte

Mit 60 Pilzarten haben die Chinesen im Vergleich zu Europa sehr viele Arten im Anbau, doch Pilze haben bei den Asiaten einen ganz anderen Stellenwert als bei uns. Das machte Ulrich Groos, Hessische Landesfachgruppe Pilzanbau (HLP), bei seinen Reiseimpressionen aus China deutlich. Die HLP besuchte im Reich der Mitte sehr unterschiedliche Betriebe. In vielen wird nicht nur für den Frischmarkt produziert, sondern auch getrocknet oder anderweitig konserviert. Im Jahresdurchschnitt essen Chinesen 16 kg Pilze, ein Deutscher bringt es im Schnitt auf 1,5 kg. Die Produktion beträgt zurzeit 22,5 Mio. Tonnen, das ist im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung von 5 Prozent. 500.000 Tonnen gehen bereits in den ständig steigenden Export. Wie viele Länder schielen auch die Chinesen damit auf die lukrativen Märkte in Europa und Amerika. Rund 400 große Betriebe arbeiten in China, die besten Qualitäten sind dem Export vorbehalten. Die meisten Betriebe kultivieren in Flaschen oder Säcken. Als Substrate dienen viele verschiedene pflanzliche Stoffe. Darunter sind auch Wasserhyazinthen, Zuckerrohr oder die Pressabfälle von Ölpalmen. Bei den Arten nimmt der Champignon nur den dritten Platz ein, der Austernseitling ist der Spitzenreiter, gefolgt vom Shiitake. Groos machte deutlich, dass sich China immer stärker an der westlichen Welt orientiert. Kreativ sind die Chinesen übrigens nicht nur beim Kochen mit frischen oder getrockneten Pilzen. Aus Kräuterseitlingen stellen sie zum Beispiel schmackhafte Chips her. Frische Pilze werden nach wie vor für den Export verschifft. Bis sie dann im Container in Europa landen, dauert es rund vier Wochen.

Text und Bild: Christiane James

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