Preisdruck international

Aufstellen zum Gruppenfoto in Brügge, 12. von links ist der französische Präsident der GEPC Didier Motte.

Aufstellen zum Gruppenfoto in Brügge, 12. von links ist der französische Präsident der GEPC Didier Motte.

Zur ihrer Tagung trafen sich die Mitglieder der europäischen Pilzproduzenten in diesem Jahr Mitte Juni im belgischen Brügge. Die Teilnehmer aus Belgien, Deutschland, Frankreich, den Niederlanden, Italien, Spanien, Polen, Ungarn und Irland diskutierten unter anderem intensiv über den Druck des Handels auf die Preise. „Das ist mittlerweile bei allen Kollegen ein wichtiges Thema, weil die Kosten in allen Ländern steigen und die Erlöse sinken“, berichtet Michael Böging. Der stellvertretende Vorsitzende des Bundes Deutscher Champignon- und Kulturpilzanbauer (BDC) e.V. nimmt regelmäßig im Auftrag der Deutschen an den Tagungen der GEPC teil. Die Organisation versucht weiterhin zu verhindern, dass der Rückstandsmengenhöchstgehalt (RHG) für Mepiquat EU-weit nicht auf 0,02 mg/kg reduziert wird. Es wurde eine Umfrage unter den Mitgliedern des GEPC über die vorliegenden Rückstandsanalysen durchgeführt, die an die EU-Kommission weitergeleitet wurde. Endgültig soll die Entscheidung Ende September erfolgen.

Traditionell kommen bei dieser Tagung Produktionszahlen auf den Tisch. Deutschland ist demnach mit einer Jahresproduktion von 76.000 Tonnen auf dem dritten Platz in Europa, den ersten teilen sich die Niederlande und Polen mit 270.000 Tonnen, es folgt Spanien mit 119.000 Tonnen auf dem zweiten Platz. Allerdings arbeiten die ersten zwei Länder viel für die Industrie. In Deutschland beträgt der Anteil bei dieser Variante der Produktion nur knapp 10 Prozent. Nach einer Abfrage der GEPC gibt es in der EU rund 3.000 Pilzproduzenten mit rund 40.000 Beschäftigten.

Text:BDC
Bild: GEPC

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