Kühlmittel: Alternativen gesucht

Mit einem Körbchen frischer Pilze bedankt sich der BDC-Vorsitzender Michael Schattenberg, rechts, bei Prof. Dr. Jürgen Hermeler für den Vortrag zum spannenden Thema Kältetechnik.

Mit einem Körbchen frischer Pilze bedankt sich der BDC-Vorsitzender Michael Schattenberg, rechts, bei Prof. Dr. Jürgen Hermeler für den Vortrag zum spannenden Thema Kältetechnik.

Mit „Kältetechnik im Speisepilzanbau“ beschäftigte sich Prof. Dr. Jürgen Hermeler, Fachhochschule Bielefeld, im Rahmen der 70. Jahrestagung des Bundes Deutscher Champignon- und Kulturpilzanabauer (BDC) in Bad Zwischenahn. Das Thema ist für die Pilzanbauer immer wichtig, weil nicht nur das Produkt Pilz gekühlt und frisch gehalten werden muss. Bereits bei der Kultur spielt die Kühlung eine wichtige Rolle für die Fruchtkörperbildung. Weil immer mehr klassische Kühlmittel aus Gründen des Umweltschutzes verboten werden, suchen Techniker und Produzenten nach neuen Wegen. CO2 ist bei vielen Menschen zum Beispiel als Kühlmittel bereits positiv belegt, es brennt nicht und es ist nicht giftig. Doch die Arbeit mit dem Gas, das einfach zu produzieren ist, ist energieaufwendiger als mit den herkömmlichen Kühlmitteln, einen Mehrverbrauch von 5 bis 10 Prozent nannte Prof. Hermeler als Faustregel. Industrie und Forschung suchen mittlerweile intensiv nach neuen Verfahren. Moderne Kühlmittel sollen einerseits nicht brennbar sein, andererseits dürfen sie auch nicht giftig sein. Kühlsysteme müssen geschlossene Kreisläufe sein, die regelmäßig vorgeschriebene Dichtheitsprüfungen überstehen, trotzdem müssen die Mittel aus Gründen des Umweltschutzes ungiftig sein. Viele ungiftige Mittel, die laut Prof. Hermeler in Frage kommen würden, sind leider giftig. Dieses Thema, das wurde in Bad Zwischenahn besonders deutlich, wird weiter spannend bleiben, weil die Anforderungen des Gesetzgebers immer schärfer werden. Wer es schafft, den höheren Energiebedarf bei einer CO2-Anlage mit zum Beispiel alternativ erzeugter Energie auszugleichen, dürfte in Sachen Kühlung einen zukunftsweisenden Weg gefunden haben.

Text/Foto: BDC

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