Pilze als Protein-Lieferanten

Prof. Dr. Martin Rühl schaffte es auch in Bad Zwischenahn, seinen Zuhörer mit den neuesten Erkenntnissen aus der Pilzforschung in seinen Bann zu ziehen.

Prof. Dr. Martin Rühl schaffte es auch in Bad Zwischenahn, seinen Zuhörer mit den neuesten Erkenntnissen aus der Pilzforschung in seinen Bann zu ziehen.

Prof. Dr. Martin Rühl, Justus-Liebig-Universität Gießen, bekam mit den Themen „Mykropotein – Pilze als Proteinlieferanten“ und „Agrocybe aegerita – Ein Kulturspeisepilz in der Forschung“ bei der 70. Jahrestagung des Bundes Deutscher Champignon- und Kulturpilzanbauer (BDC) die volle Aufmerksamkeit des Forums zu bekommen. Pilze sind durchaus dafür geeignet, wertvolles Protein aus Resten zu gewinnen. Unterschiedliche Tester-Arten aus der Lebensmittelproduktion könnten mit Hilfe von Pilzen zu wertvollen Nahrungsmitteln werden. Mit Chips aus Pilzproteinen, gewachsen auf Abfallstoffen wie verschiedenen Trester-Arten, konnte jeder Zuhörer in Bad Zwischenahn eine schmackhafte Kostprobe selbst testen. Die Idee, mit Hilfe von Pilzen Nahrungsmittel herzustellen, ist nicht neu. Der Wissenschaftler nannte als ein bekanntes Beispiel die „Quorn“-Produkte, die bereits in den 1960er Jahren auf den Markt kamen. Allerdings sind Forschung und Technik heute weiter entwickelt, sodass sich neue Möglichkeiten auftun.

Mit Agrocybe aegerita wird gerade an einem Pilz geforscht, der viele Möglichkeiten bietet. Unter anderem könnte er gegen Trauermückenlarven wirken. Neben Nematoden konnten die Forscher keine Wirkung mit dem Pilz erzielen, aber sie vermuten ein noch deutlich größeres Potential als Pflanzenschutzmittel bei Agrocybe aegerita.

Text/Foto: BDC

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