BDC-Vorstandssitzung

Deutsche Produktion gefragt, Rahmenbedingungen immer schwieriger

Unter der Leitung des BDC-Vorsitzenden Michael Schattenberg, links, wurde auf der Vorstandssitzung intensiv über die wichtigen Themen für deutsche Pilzerzeuger beraten.

Unter der Leitung des BDC-Vorsitzenden Michael Schattenberg, links, wurde auf der Vorstandssitzung intensiv über die wichtigen Themen für deutsche Pilzerzeuger beraten.

Die Themen Novellierung des EEG und die Einführung des Mindestlohns standen bei der Vorstandssitzung des Bundes Deutscher Champignon- und Kulturpilzanbauer (BDC) im Zentralverband Gartenbau (ZVG) Anfang Mai in Hannover im Vordergrund. Beide Themen beschäftigen die Mitglieder intensiv, weil sie nach Einschätzung der Vorstandsmitglieder dramatische Folgen für die Pilzproduzenten haben werden. Die Pilzerzeuger stehen in einem starken ständigen internationalen Wettbewerb. Von der EEG-Umlage, die es in den anderen Mitgliedstaaten der EU nicht gibt, können sich deutsche Pilzerzeuger bislang nicht – anders als die Erzeuger im produzierenden Gewerbe – befreien lassen. Auch die Novelle des Gesetzes sieht eine Befreiungsmöglichkeit für Großverbraucher aus der Landwirtschaft nicht vor. Der BDC fordert aber genau dies mit Vehemenz.

Mit der stellvertretenden Generalsekretärin des ZVG und Rechtsanwältin Romana Hoffmann hatte der Vorstand eine Expertin eingeladen, die mit einem aktuellen Sachstandsbericht zum Thema „Mindestlohn“ deutlich machte, wie stark der politische Wille ist, dieses Thema umzusetzen. Für die Pilzanbauer bedeutet die Einführung des Mindestlohnes von 8,50€/Stunde eine weitere Verschärfung im internationalen Wettbewerb.

Zurzeit ist die Nachfrage nach Pilzen aus Deutschland und aus der Region jedoch sehr gut, wie BDC-Vorsitzender Michael Schattenberg, Wallhausen, zum Tagesordnungspunkt „Markt“ vermerken konnte. Vor allem die braunen Champignons werden immer beliebter, allerdings sind bei allen Pilzarten die Preise aus Sicht der Produzenten vor der Szenerie steigender Kosten nach wie vor unbefriedigend. Sorge bereitet zudem die politische Situation in der Ukraine – viele polnische Champignonproduzenten haben sich auf diesen und den russischen Markt spezialisiert. Sollte es dort zu Problemen kommen, wird sich der bereits bestehende Druck auf die deutschen Betriebe noch deutlich verstärken.

Mit einer intensiven Analyse des Marktes wird sich unter anderem die öffentliche Vortragstagung im Rahmen der 66. BDC-Jahrestagung vom 9. bis 11. Oktober in Rostock-Warnemünde beschäftigen. Neben der traditionellen Betriebsbesichtigung stehen des Weiteren Vorträge zu neuen technischen Entwicklungen an der Ostsee auf der Agenda.

Sehr erfolgreich ist die Öffentlichkeitsarbeit des BDC, die vom Grünen Medienhaus gestaltet wird. Derzeit beschäftigt sich der Vorstand mit der Ausarbeitung einer Sonderkampagne, über die verstärkt Schulen angesprochen werden sollen.

Text und Bild: ZVG/BDC

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