Breitenhölzer Champignons: Pilze in Zelten

2010 ging die Thüringer Champignon GmbH in die Insolvenz. Weil Kunden wie die Edeka Bayern und Lieferanten wie der Pilzhof Wallhausen an einem Strang zogen, gelang es Jürgen Godehardt das Unternehmen wieder auf gesunde Beine zu stellen. Godehardt kennt den 1978 gegründeten Betrieb seit 1987 – er ging als neuer Betriebsleiter das Wagnis ein und ist bis heute erfolgreich. Champignons, zur Hälfe in Weiß und Braun, produziert Breitenhölzer heute. 85 Prozent davon gehen an Edeka Bayern, 15 Prozent bleiben in der Region oder sie werden im liebevoll gemachten Laden direkt vor Ort verkauft.

Als „Rosella“ werden die braunen Champignons zum Füllen verkauft.

Das Besondere an diesem Betrieb: Er besteht aus 18 Zelten. In 15 Räumen wird produziert, drei werden für die Verpackung und als Lager gebraucht. „Die Zelte haben eine einfache Unterkonstruktion. Die Folien können wir zur Not auch mit betriebseigenen Mitteln reparieren“, erklärt Jürgen Godehardt die Vorteile dieser kostengünstigen Bauweise. Die Kultur findet in vier Lagen in Kisten statt. Die Kisten liefert der Pilzhof Wallhausen regelmäßig an. Heute hat der Betrieb 45 Mitarbeiter, davon arbeiten 20 in Vollzeit. Die 25 Pflückerinnen stammen aus Rumänien. Godehardt hat in den letzten Jahren viel in den Betrieb investiert, um ihn auf dem Stand der Dinge zu halten. Neue Kühltechnik zur Erhaltung der Qualität standen ebenso auf dem Programm wie neue Büros und ein neuer Sozialtrakt.

Eine Attraktion für Kunden aus dem Ort und der Region ist der kleine Hofladen, in dem die gesamte Produktion frisch zum Verkauf steht. Braune Champignons werden dort als „Steinpilz-Champignons“ verkauft.
Die extra großen Pilze zum Füllen laufen unter dem Namen „Rosella“. Das ist kreativ und einprägsam und sorgt neben dem Wissen um die Frische für Nachfrage.

Text und Bild: BDC

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