Pilz-Vortrag auf der IGW
Das Produkt gekonnt in Szene setzen

Franz Schmaus bei seinem spannenden und vielbeachteten Vortrag in Berlin

Franz Schmaus bei seinem spannenden und vielbeachteten Vortrag in Berlin

Franz Schmaus, Vorsitzender des Bund Deutscher Champignon- und Kulturpilzanbauer e.V. (BDC) übernahm in diesem Jahr die Aufgabe, über das Thema „Pilze“ vor einem großen Publikum im Rahmen der Internationalen Grünen Woche (IGW) in Berlin zu sprechen. Für alle, die solche Aufgaben gelegentlich auch bewältigen müssen, hier die Gliederung und wichtige Stichpunkte des Vortrages. Franz Schmaus fand damit übrigens eine sehr gute Resonanz, weil er es verstand, seine Beispiele mit interessanten Fakten zu hinterlegen. Das sorgt für Spannung bei den Zuhörern und dafür, dass die Botschaft lange haften bleibt!

Grundlagen spannend erklären: Was ist der Unterschied zwischen Hyphen, Mycel und dem Fruchtkörper, den wir essen? Mit dem Hyphen werden die Nährstoffe gesammelt; die Hyphen sind für die Zersetzung der Nährmaterialen einschließlich Holz verantwortlich. Im Mycel werden die Nährstoffe gesammelt, um diese dann bei guten klimatischen Voraussetzungen in den Fruchtkörper zu schleusen. Das geht sehr schnell, deshalb glauben wir oft, dass Pilze über Nacht wachsen.

Das Mycel und die Hyphen sind der eigentliche Pilz. Die Hyphen sind so fein und so weit verzweigt, dass Pilze heute zum größten Lebewesen der Welt zählen: Man hat in Origon einen Hallimasch gefunden, der die Ausdehnung von 9 km² hat, also der Größe des Tegernsees entspricht! Er wiegt 600 t und soll 2.400 Jahre alt sein!

Dann kurz auf die Bedeutung der Pilze für uns Menschen eingehen: Sie sind Nahrungsmittel, werden aber auch zur Fermentierung eingesetzt (Kefir, Hefe) – ohne Pilze gäbe es kaum genießbares Bier und keinen Wein!

Sehr interessant sind auch die Inhaltsstoffe wie die Vitamine B und D. Im Pilz-Eiweiß sind alle acht essentiellen Aminosäuren enthalten, die der Mensch nicht selber aufbauen kann. In Pilzen sind Glykoproteine enthalten; das heißt essentielle Zucker, die für die Regulierung des Immunsystems zuständig sind. In der Zellstruktur der Pilze ist Chitin enthalten. Chitin hat eine sehr große Oberfläche und kann damit Giftstoffe aus dem Körper aufnehmen und ausscheiden. Mit Chitin werden Fette und  auch Cholesterin aus der tierischen Nahrung weniger aufgenommen. Pilze haben ganz wenig Kalorien und ein sehr hohes Sättigungspotential. Aus diesem Grunde sind Pilze natürlich eine fantastische Nahrung, wenn man abnehmen möchte!

Danach werden vier Pilze vorgestellt: Champignon, Austernpilze, Shiitake Hericium. Dabei den Zusatznutzen der Pilzmahlzeiten herausstellen.

Der Champignon ist sehr Vitamin D-reich. Es würden schon 400 g Champignon per Woche ausreichen, um eine ausreichende Vitamin D-Versorgung zu gewährleisten. Der Champignon hat auch Stoffe, die die Aromatase hemmen. Somit hätten Frauen bei Brustkrebs, aber auch Männer mit Prostatakrebs mit einer Champignonmahlzeit einen gesundheitlichen Zusatznutzen.

Der Austernpilz zeichnet sich vor allem durch seinen hohen Vitamin B und Foloten Anteil aus. Dies ist der Grund, weshalb Austernpilze sehr gut bei erhöhten Homozystein-Werten, in deren Folge Bluthochdruck entstehen kann, gegessen werden können. Des Weiteren ernährt der Austernpilz die probiotischen Darmbakterien. Diese machen 80% unseres Immunsystems aus.

Der Shiitake ist ein Pilz, den man vor allem dann zu sich nehmen sollte, wenn der Cholesterinspiegel erhöht ist. Dieser Pilz senkt nicht nur Cholesterin, sondern er hat auch noch einen sehr positiven Einfluss auf das HDL. Hier sollen sogar die Plaques, die durch Cholesterin entstanden sind, wieder abgebaut werden können. Man sagt, dass schon 200 g Shiitake in der Woche ausreichen würden, um den Cholesterinspiegel wieder in den Griff zu bekommen.

Der Pilz Hericium hat einen sehr starken Einfluss auf die Magen- und Darmschleimhäute. Somit ist das ein Pilz, den man bei Lebensmittelunverträglichkeiten sehr gut einsetzen könnte oder wenn einem Aufregung auf den Magen oder Darm schlägt. Er kann auch die Nerven stärken, die peripheren Nerven ebenso wie das zentrale Nervensystem.
Darüber hinaus ist dieser Pilz ein echter Fleischersatz, denn er kann in Scheiben geschnitten werden und wie ein Schnitzel in der Pfanne gebraten werden.

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